
Die Montage von Zusatzscheinwerfern ist einfach. Wenn Sie mit einer Bohrmaschine und einem Multimeter umgehen können, sollte die Arbeit kein Problem sein. Bei einer normalen Montage ist es also keine schwierige Aufgabe!
Wir haben in diesem Artikel eine Anleitung zusammengestellt, die dir dabei hilft, Zusatzscheinwerfer zu montieren und so einzurichten, dass sie gleichzeitig mit den serienmäßigen Scheinwerfern des Fahrzeugs leuchten. Der Anschluss belastet weder die Sicherungen noch die Kabel der serienmäßigen Beleuchtung und ist daher eine sichere Lösung.
Valostore bietet für fast jede Leuchte ein Komplettset an, das neben der Leuchte selbst auch einen passenden Relais-Kabelsatz sowie eine passende Halterung für die Leuchte hinter dem Kennzeichen enthält. Selbstverständlich können Sie die Teile auf Wunsch auch einzeln erwerben.
Leuchten / Montagezubehör:
Werkzeuge / Zubehör:
Sobald Sie die erforderlichen Teile und Werkzeuge beisammen haben, können Sie mit der Montage beginnen. Die Anleitung erklärt zunächst, wie die Zusatzleuchte befestigt wird, und geht anschließend auf den Anschluss der Kabel ein.
Entfernen Sie das Kennzeichen (und gegebenenfalls den Kennzeichenrahmen). Reinigen Sie den Lack unterhalb des Kennzeichens und setzen Sie die Halterung an die Stelle des Kennzeichens. Schrauben Sie die Halterung fest. Sie können die Montage auch vereinfachen, indem Sie die Stellen, an denen die Schrauben angebracht werden sollen, beispielsweise mit einem Marker markieren. Nehmen Sie die Halterung anschließend von der Montageposition ab und bohren Sie kleine Vorlöcher für die Schrauben, damit diese sich leichter eindrehen lassen. Setzen Sie die Halterung dann wieder ein und befestigen Sie sie mit Schrauben.
HINWEIS! Es ist wichtig, die Halterung so fest wie möglich zu befestigen, um ein Wackeln der Leuchten zu minimieren. Die Schrauben sollten mindestens an jeder Ecke, vorzugsweise auch in der Mitte, eingeschraubt werden. Vergewissern Sie sich abschließend, dass die Halterung sicher befestigt ist.
TIPP! Eventuelle weiße „Kappen“ an den Halterungen lassen sich leicht mit einem Messer oder einem Flachkopfschraubendreher entfernen.



Setzen Sie die Leuchte auf die Halterung und befestigen Sie sie mit den mitgelieferten Schrauben. Sie können die Schrauben zu diesem Zeitpunkt noch etwas locker lassen, da Sie die Leuchten beispielsweise nach der Montage auf einer dunklen Straße möglicherweise noch justieren müssen. Gleichzeitig sollten Sie bereits eine geeignete Verlegung für das Leuchtenkabel vorgesehen haben und dieses durch den Kühlergrill in den Motorraum führen.
(Falls die Leuchte Stützstangen benötigt, befestigen Sie diese ebenfalls bereits in diesem Schritt. In der Regel verfügt die Leuchte über einen eigenen Befestigungspunkt für die Stützstange, an dem ein Ende der Stützstange befestigt wird. Das andere Ende wird an einer geeigneten Stelle mit einer kleinen Schraube an der Stoßstange oder am Kühlergrill des Fahrzeugs befestigt.)
Befestigen Sie zum Schluss das Kennzeichen wieder an seinem Platz. Am einfachsten ist es, das Kennzeichen direkt mit Schrauben an der Stoßstange zu befestigen; dadurch erhält die Halterung ein zusätzliches Schraubenpaar zur Sicherung der Befestigung.
TIPP! Bei LED-Bars empfiehlt es sich, zunächst die Halterungen in der Bar zu montieren und anschließend die gesamte Leuchte an der Halterung zu befestigen. Bei runden Leuchten ist es oft einfacher, zuerst die Halterungen der Leuchte am Ständer zu montieren und erst danach die Leuchte selbst an den Schienen zu befestigen.



Sobald die Leuchte an der Fahrzeugfront montiert ist, können wir zur vielleicht anspruchsvollsten Phase der Installation übergehen: dem Anschließen der Kabel. Am einfachsten und schnellsten lassen sich die Kabel anschließen, indem man einen vorgefertigten Relais-Kabelsatz verwendet und den Signalstrom über eine herkömmliche Überbrückungsverbindung vom fahrzeugeigenen Fernlicht abgreift. Dies funktioniert bei praktisch allen Fahrzeugen mit Halogen-Leuchtmitteln für das Fernlicht. Bei neueren Fahrzeugen mit Xenon- oder LED-Leuchtmitteln für das Fernlicht muss das Signal möglicherweise anders angeschlossen werden. Mehr dazu am Ende des Artikels. Diese Anleitung konzentriert sich auf den grundlegenden Einbau in einem Fahrzeug mit Halogenbeleuchtung.


Zunächst sollten die folgenden Komponenten im Relais-Kabelsatz identifiziert werden:
1. Minuspol (Masse, verbunden mit der Karosserie oder dem Minuspol der Autobatterie)
2. Pluspol (Stromversorgung, verbunden mit dem Pluspol der Batterie oder einer Steckdose im Motorraum. Befindet sich die Batterie außerhalb des Motorraums, gibt es im Motorraum in der Regel einen vorverdrahteten Anschluss für die Stromversorgung)
3. Sicherung
4. Signalkabel (Wenn Sie einen Schalter im Fahrzeuginneren wünschen, mit dem Sie den Betrieb der Zusatzbeleuchtung vom Betrieb Ihrer eigenen Beleuchtung trennen können, empfehlen wir, den Schalter an diesem Kabel anzuschließen.)
5. Kabel für die Zusatzscheinwerfer (je nach Kabelsatz sind 1–4 davon vorhanden. Diese werden direkt an den Leuchtenstecker angeschlossen. Verfügt der Kabelsatz über mehr als einen Stecker, können die übrigen Stecker frei bleiben und an einer vor Feuchtigkeit geschützten Stelle im Motorraum untergebracht werden)
6. Relais
Entfernen Sie die Sicherung aus dem Kabelsatz. Suchen Sie die Fahrzeugbatterie oder die Stromsteckdose im Motorraum und finden Sie eine geeignete Stelle für den Anschluss des Pluspols. Befindet sich die Batterie nicht im Motorraum, sondern beispielsweise im Fahrgastraum oder im Kofferraum, gibt es in der Regel eine Stromsteckdose im Motorraum, an der Gleichspannung anliegt. Das Kabel wird mit einer Ringkabelschuhklemme entweder an der Sicherungsschraube des Pluspols der Autobatterie unter der Mutter oder an einer entsprechenden Stelle an der Steckdose angeschlossen. Lösen Sie die Schraube, legen Sie das Pluskabel des Kabelsatzes auf die Schraube und ziehen Sie die Schraube wieder fest.
Anschließend wird der Minuspol entweder an den Minuspol der Batterie (ähnlich wie beim Pluspol, unter der Mutter/Schraube) oder an eine Stelle am Fahrzeugrahmen angeschlossen, an der der Kabelsatz geerdet werden kann. Wir empfehlen, den Anschluss am Fahrzeugrahmen vorzunehmen.


In der Regel wird der Signalstrom an den Plusdraht des Leuchtmittels für das Fernlicht des Fahrzeugs angeschlossen. Der richtige Draht lässt sich mit einem Multimeter überprüfen, wobei ein Freund hier eine große Hilfe ist, da er das Fernlicht ein- und ausschalten kann, während Sie selbst die Drähte messen. Zunächst empfiehlt es sich, das Fernlicht des Fahrzeugs einzuschalten und mit einem Multimeter zu messen, an welchem Kabel Spannung anliegt. Das richtige Kabel ist dasjenige, an dem bei eingeschaltetem Fernlicht Spannung anliegt und an dem die Spannung unterbrochen wird, wenn das Fernlicht ausgeschaltet wird.
Sobald das richtige Kabel gefunden wurde, schieben Sie einen Stromdieb über das Kabel. Stecken Sie dann das Ansteuerungskabel des Relais-Kabelsatzes in den anderen Steckplatz des Steckers und drücken Sie die Metalllasche des Steckers mit einer Zange vollständig nach unten. Schließen Sie die Kunststoffabdeckung des Steckers.
HINWEIS! Bei vielen Neuwagen (insbesondere bei Fahrzeugen mit LED- und einigen Xenon-Scheinwerfern) werden die Scheinwerfer über den CAN-Bus gesteuert, sodass eine herkömmliche Ansteuerung nicht ohne Weiteres verfügbar ist. In diesen Fällen unterscheidet sich der Einbau geringfügig; weitere Informationen finden Sie weiter unten und unter diesem Link: Woher bekomme ich den Ansteuerstrom?


HINWEIS! Bei einigen Fahrzeugen sind die serienmäßigen Fernlichter sogenannte massegeschaltete Fernlichter, d. h., das Fernlicht ist ständig unter Spannung, und nur die Masse (Minus) der Fernlichter wird unterbrochen, wenn das Fernlicht ausgeschaltet wird. In diesem Fall funktioniert die oben beschriebene Verkabelung nicht, aber die Zusatzscheinwerfer leuchten ständig, und die Verwendung des fahrzeugeigenen Fernlichts hat keinen Einfluss auf das Ein- oder Ausschalten der Zusatzscheinwerfer. Bei einem „massegeschaltetem“ Fahrzeug werden die Kabel der Zusatzscheinwerfer so verlegt, dass das Pluskabel des Kabelsatzes an die Batterie oder eine freie Stromsteckdose angeschlossen wird und das schwarze, ursprünglich als Masse dienende Kabel über eine Überbrückung mit dem Minuskabel des Fernlichts des Fahrzeugs verbunden wird. Der Ansteuerungsdraht des Kabelsatzes wird über eine Überbrückung mit dem Stromkabel des serienmäßigen Fernlichts des Fahrzeugs verbunden. Außerdem werden die vom Relais zum Zusatzscheinwerfer führenden Kabel abisoliert, und der vom Zusatzscheinwerfer kommende Minus- (Masse-)Draht wird durchtrennt und mit dem Fahrgestell oder dem Minuspol der Batterie verbunden. Der Plusdraht kann am Relais angeschlossen bleiben.
Auf diese Weise schalten sich die Zusatzscheinwerfer gleichzeitig mit den Fahrzeugscheinwerfern ein und aus. Sollte der Zusatzscheinwerfer bei einer herkömmlichen Verkabelung ständig leuchten, sollten Sie versuchen, den Kabelsatz wie hier beschrieben zu installieren. Diese Scheinwerfer werden auch als „massesteuerte“ Scheinwerfer bezeichnet.
Der unten abgebildete Schaltplan zeigt den Anschluss für massegesteuerte Leuchten. Den entsprechenden Schaltplan für einen herkömmlichen Anschluss finden Sie weiter oben.

Sobald die Anschlüsse fertiggestellt sind, setzen Sie die Sicherung im Kabelsatz wieder ein und verbinden Sie das Kabel der Zusatzscheinwerfer mit dem Stecker des Relais-Kabelsatzes. Prüfen Sie die Leuchten auf ordnungsgemäße Funktion. Wenn alles in Ordnung ist, bündeln Sie die überschüssigen Kabel zu einem ordentlichen Bündel und befestigen Sie dieses an einer geeigneten Stelle im Motorraum, geschützt vor Feuchtigkeit.
Wenn die Leuchten nicht aufleuchten, überprüfen Sie Folgendes:
Wenn der Zusatzscheinwerfer dauerhaft leuchtet:


Sobald der Einbau der Leuchten ansonsten abgeschlossen ist, warten Sie bis zum Abend und bis es dunkel wird. Suchen Sie sich einen geeigneten, dunklen Ort (z. B. eine Straße oder eine ähnliche freie Fläche). Schalten Sie die Zusatzleuchten ein und richten Sie sie so aus, dass sie geradeaus leuchten.
Ein zu tief ausgerichtetes Licht leuchtet den Bereich vor dem Fahrzeug zu stark aus, wodurch die Sicht in die Ferne beeinträchtigt wird. Ein zu hoch ausgerichtetes Licht leuchtet die Baumkronen aus, beleuchtet die Straße selbst jedoch überhaupt nicht. Bei mehreren Zusatzscheinwerfern empfiehlt es sich, deren Lichtkegel nebeneinander auszurichten, wodurch sich der Lichtkegel seitlich erheblich verbreitert. Eine gute Faustregel für die Ausrichtung der Scheinwerfer ist, sie so einzustellen, dass sie geradeaus leuchten. Ein gutes Hilfsmittel hierfür ist eine Wasserwaage, die heutzutage sogar in Smartphones verfügbar ist.
Weitere Informationen zur Entnahme des Ansteuerstroms finden Sie unter diesem Link: Woher kommt der Ansteuerstrom für den Zusatzscheinwerfer?
Wenn das Fernlicht des Fahrzeugs mit Xenon- oder LED-Leuchtmitteln ausgestattet ist, ist es unter Umständen nicht möglich, die Zusatzscheinwerfer über einen herkömmlichen Kabelsatz anzuschließen, da das Fernlicht nicht unbedingt eine konstante 12-V-Spannung liefert, aus der der Ansteuerstrom entnommen werden könnte. Dies lässt sich, genau wie bei Fahrzeugen mit Halogen-Leuchtmitteln, leicht mit einem Multimeter überprüfen. Wenn am Sicherungskasten ein Kabel angeschlossen ist, das bei eingeschaltetem Fernlicht eine konstante 12-V-Spannung führt und bei ausgeschaltetem Fernlicht ebenfalls ausgeschaltet wird, kann der Anschluss wie oben beschrieben vorgenommen werden.
Gibt es im Sicherungskasten kein Kabel, das eine konstante Spannung führt, lohnt es sich, im Wartungshandbuch des Fahrzeugs nachzuschlagen, ob es eine separate Sicherung für das Fernlicht gibt. Ist dies der Fall, kann der Schaltstrom wahrscheinlich von dieser abgegriffen werden; in diesem Fall kann die Verbindung über einen herkömmlichen Relais-Kabelsatz hergestellt werden. Ist dies nicht der Fall, muss der Ansteuerstrom vom CAN-Bus oder mit einem XBB-Smart-Relais abgegriffen werden.
Grundsätzlich kann das XBB-Relais in allen busgesteuerten Fahrzeugen verwendet werden. Das XBB-Relais erkennt selbst sehr geringe Ströme, sodass es in der Regel beispielsweise auch bei BI-Xenon-Scheinwerfern eingesetzt werden kann.
In Neufahrzeugen wird das Fernlicht zunehmend über den CAN-Bus gesteuert, was bedeutet, dass das Fernlicht kein eigenes Stromkabel mehr hat. Befindet sich im Kofferraum kein Kabel, aus dem der Ansteuerstrom abgegriffen werden kann, wird die Ansteuerung vom CAN-Bus des Fahrzeugs bezogen. Für den Einbau über den CAN-Bus gibt es praktisch zwei Möglichkeiten:
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